Die alte Einstiegsseite beschrieb den Bereich später selbst als nicht mehr wirklich „new“, ließ ihn aber „aus nostalgischen Gründen“ im Netz. In der neuen Homepage wird die Chronik deshalb bewusst unter Über Joefri und nicht unter den fachlichen Bridge-Artikeln eingeordnet.

30.03.2000

Ich habe mir überlegt, was wohl passieren würde, wenn alle 10 Leute im Bridge-Brother-Haus Bridgespieler wären. Die ersten Tage wären hart. Alle sind heiss aufs Spielen, aber es können nur 8. Die 2 anderen müssen halt den Haushalt führen. Wie wird ausgewählt ? Die beiden mit den wenigsten Masterpunkten ?Nach 10 Tagen muss der erste raus. Na gut, theoretisch ist das einfach. Es kann auch einer alleine den Haushalt machen, und das Essen von dem anderen hat eh nicht so gut geschmeckt. Manu hat zwar ihren Partner Zlatko nominiert, weil er mal 4 Karo im Re verzockt hat, aber die anderen spielen so gerne gegen ihn, da klappt es mit der Nominierung nicht.

Die Wochenaufgabe der ersten Woche: 2000 Luftballons mit Konventionskarten wurden auf die Reise geschickt. Für jede Konventionskarte, die eine Woche später ausgefüllt in einem Clubturnier im Einsatz kommt, waren 1 Pfund Kaffee und 1 Schachtel Zigaretten zugesagt. Zum Erfolg der Aufgabe soviel: die Raucher haben Entzugserscheinungen, und beim Spielen wird seit eingen Tagen nur noch Tee getrunken.

Die zweiten 10 Tage: Despina ist freiwillig gegangen. Sie dachte, im Big-Brother-Haus würde Romme gespielt, von Bridge hat sie keine Ahnung und sie kann das dauernden Gerede von 5ter Pik-Dame, 3ter Coeur-Marriage, usw. nicht mehr hören. Thomas wurde wie erwartet rausgewählt. Er hat sich zwar nett um die Hühner gekümmert, da er aber noch nicht mal Junior-Master ist, wollte keiner mit ihm spielen.

Es wurde meistens Team gespielt. Jana hat die Turnierleitung übernommen, die Hausarbeit bleibt leider liegen. Jana kennt die Regeln ganz hervorragend, wendet sie souverän an, und macht sich bei den Spielern unbeliebt. Percy Hoven und Sonja finden keinen dritten fürs Schiedsgericht, da der eingeladene Hobby-Astrologe von Bridge noch viel weniger Ahnung hat als von allem anderen. Das DBV-Schiedsgericht kann nicht tagen, da es keinem der Bewohner gelingt, einen Brief aus dem Haus zu schmuggeln, um dieses anzurufen.

Die Wochenaufgabe: Mit dem Hometrainer müssen alle Orte angefahren werden, an denen die deutschen Meisterschaften ausgetragen werden. Da diese Orte aber so oft wechseln, verfahren sich die Bewohner. Konsequenz: die für die Lösung der Aufgabe ausgesetzten Bidding-Boxen werden nicht zur Verfügung gestellt. Jürgen und Manu zerstreiten sich völlig, weil Manu nicht wusste, ob die Mixed in Bad Nauheim, Bad Soden, Bad Pyrmont, Bad Wildungen oder Bad Brückenau stattfindet.

Neu ins Haus gekommen ist Jona, diese kann aber leider kein Forum D und hat es daher schwer, von den anderen Bewohnern akzeptiert zu werden (oder war es umgekehrt ? Sie konnte als einzige Forum D und die anderen nicht ?) Erwartungsgemäß werden Jana und Jona von den meisten nominiert. Ein paar Aussenseiterstimmen entfallen auf John (weil die anderen kein Berliner Acol spielen wollen), Zlatko (weil er immer Ghestem vergisst), Manu (wegen der Fahradaufgabe) und Jürgen (weil er beim Bridge immer soviel redet und daher sein Tisch immer so spät fertig wird).

Der Veranstalter musste den Kandidaten eine kamerafreie Stunde am Tag zusagen. Dies wird duch Aufstellen von Screens gelöst, wobei nach jedem Match die Plätze getauscht werden.

Raus muss Jana. Jona hat etwas Forum D gelernt, an der Tunierversion wird sie in den nächsten Tagen hart arbeiten. Alexander und Kerstin haben eine feste Partnerschaft gebildet. Sie spielen beide mit Begeisterung ein hochkünstliches Relais-System, die anderen sind etwas missgünstig, weil die beiden soviele IMPs damit einfahren.

Neue Wochenaufgabe ist es, die Namen aller jemals veröffentlichten Konventionen auswendigzulernen, sie buchstabieren zu können, und ihre Bedeutung erklären zu können.

Wie geht es weiter ? Werden Kerstin und Alex ihr System weiter ausfeilen ? Lernt Zlatko endlich, die Asfrage richtig zu beantworten ? Wer leitet in Zukunft die Turniere ? Spielt Jürgen weiter mit Zlatko, oder tut er sich mit Andrea zusammen ? Wird die Wochenaufgabe bewältigt ? Demnächst mehr dazu …

01.04.2000

Jürgen will das Haus freiwillig verlassen ? Handelt es sich dabei um einen Aprilscherz ? Ist es aus Protest darüber, dass seine Gegner laufend Brown-Sticker-Konventionen verwenden, aber niemand etwas dagegen unternehmen kann, weil keiner die Regel so richtig verstanden hat ? Oder will er tatsächlich raus, damit er nächstes Wochenende auf der Deutschen Team so richtig absahnen kann (weil Kerstin und Alexander mit ihrem Wahnsinns-System ja dieses Jahr nicht antreten werden) ?Wir werden es erfahren, demnächst mehr darüber.

02.04.2000

Die Spannung wird unerträglich. Heute abend wird wieder nominiert. Wen wird es treffen ? Den armen Zlatko, der zwar erfolgreich alle Konventionen auswendiggelernt hat, sie aber nie richtig anwenden kann ? Jona, die immer noch nicht richtig Forum D beherrscht ? Andrea, weil sie Multy-Landi nicht buchstabieren konnte ? Oder John, der Blackwood nur als Heimat der leckeren Kirschtorte kennt ?Heute abend wissen wir mehr …

02.04.2000

Heute abend war Individualturnier. Die Regeln sagen, dass die letzten beiden des Turniers für den Abstieg nominiert werden, einer von beiden muss nächste Woche raus. Souverän gewonnen wurde das Turnier von Jona. Das ist der Beweis, dass man mit Forum D auch etwas erreichen kann. Andrea wurde, zusammen mit John, geteilte zweite. Alexander kam auf den 4. Platz (aber nur, weil die beiden einzigen schlechten Boards von Jona in der Runde mit ihm waren. Einmal hat sie ein forcierendes Gebot abgepasst, in dem anderen das einzige Ausspiel gefunden, dass eine völlig überreizte Partie erfüllen liess). Dahinter sind Kerstin und Manu. Beide haben nicht gut gespielt, aber ihre Runden mit Jona, John und Alexander haben sie gerettet. Zlatko wurde vorletzter, was sicher daran liegt, dass er dieses Partnerschaftsspiel einfach nicht beherrscht. Auf dem letzten Platz Jürgen. Bei ihm merkt man deutlich, er ist nicht mit dem Herzen bei der Sache. Vielleicht wäre Skat doch mehr sein Ding.Spannend wurde es nach der Verkündung des Ergebnisses durch den Chefturnierleiter Percy Hoven. Die 4 Herren beschlossen spontan, noch eine Runde Robberbridge zu spielen, und ich konnte diese live im Rama verfolgen. Gleich im ersten Board ging es zur Sache: Zlatko warf John vor, eine UI ausgenutzt zu haben, John bestritt dies heftig. Darauf kriegten sich Jürgen und Alexander so richtig in die Haare. Alexander hatte geblufft, und Jürgen warf ihm unsportliches Verhalten vor. Die Damen spielten nicht mehr. Andrea hatte sich verdrückt, um das Daily Bulletin vorzubereiten. Jona sass heulend vor Glück in einer Ecke. Manu konnte nicht an sich halten, die Abspiele von Jürgen und Zlatko permanent zu verreissen, machte sich mit ihren Kommentaren noch unbeliebter bei den beiden, als sie ihnen bislang schon war. Und Kerstin ? Sass die ganze Zeit bei ihrem Lieblingspartner Alexander und staunte, dass er tatsächlich auch natürliche Gebote abgeben kann (allerdings immer noch, wie so oft, hoffnungslos überreizt, aber gegen Zlatko und Jürgen kann man es ja machen).

Übrigens, die letzte Wochenaufgabe mit dem Aufsagen der Konventionen wurde nicht gelöst. Kerstin, Manu und Zlatko (er kanns halt doch, wenn er sich mal richtig Mühe gibt) hatten zwar alle 0 Fehler, aber Alexander kennt halt nur die, die er selber spielt, und Jona war mit lernen noch nicht fertig. Andrea ist eh eine Naturspielerin, die kennt gar keine Konventionen.

Wie wird es weitergehen ? Wird das Publikum Jürgen oder Zlatko rauswählen ? Und was machen 7 Bridgespieler dann so den ganzen Tag ? Werden sich neue Tische bilden, wird es neue Aussenseiter geben ? Womit verbringen die 3 ausgeschlossenen dann ihre Tage ? Bald mehr davon …

07.04.2000

Ich war ein paar Tage beruflich unterwegs, konnte euch also zu Bridge-Brother nicht so auf dem laufenden halten. Habe mich natürlich gerade informiert, und kann zumindest über die aktuelle Wochenaufgabe berichten:Diese Woche geht es um Partnerschaftsübereinkünfte. Die Bewohner sind verpflichtet worden, sich paarweise in den Garten zu begeben und Systembesprechung zu machen. Nebenbei müssen sie ein Feuer am Brennen halten. Die Paare waren vorgegeben. So mussten zum Beispiel Jona und Alexander zusammen ran. Jona machte einen schüchternen Versuch, Alexander zu Forum D zu überreden, er erstickte diesen aber im Keim. Er erklärte ihr, wenn sie was über Precision wissen wolle, könne sie ihn jederzeit fragen, aber zu mehr sei er nicht bereit. Das wiederum wollte sie nicht, und damit droht ein neuer Wespennest-Fall, wenn die beiden das erstemal miteinander spielen.

John und Jürgen : die haben gar nichts besprochen. John murmelte irgendwas von “common sense”, Jürgen pfiff Pippi Langstrumpf dazu, und das war dann auch schon die ganze Systembesprechung.

Zlatko und Manu: für meine Begriffe die spannendste Kombination. Ihr erinnert Euch, Zlatko kann ja fast keine Konvention richtig anwenden. Die beiden haben sich lange ausgesprochen (auch weil Manu ja immer so an seinen Abspielen rumgemäkelt hat). Zwischendurch wollte sie ihm dann auch noch Zero Tolerance erklären. Zlatko dachte aber, dass das etwas damit zu tun hat, dass an manchen Roulette-Tischen die Null öfter gedreht wird als an anderen. Er erklärte ihr, dass er von Glücksspielen gar nichts hält, und so bleibt abzuwarten, ob die beiden jemals in der Lage sein werden, eine erfolgreiche Partnerschaft zu bilden.

Weiterhin ist spannend, wie das Rennen zwischen Zlatko und Jürgen ausgehen wird, wer am Sonntag das Haus verlassen muss. Jürgen hätte nichts dagegen, da er dann endlich wieder Mau-Mau mit seiner Tochter spielen kann. Zlatko hingegen hatte seiner Mami versprochen, dass er erst das Haus verlassen wird, wenn er mindestens 10 Clubpunkte gewonnen hat, und da wird er noch ein wenig stricken müssen. Am Sonntag wissen wir, was die Zuschauer diesbezüglich entschieden haben (hoffen wir mal, dass sich trotzdem wenigstens noch ein paar Spieler auch für das Ergebnis der deutschen Team interessieren).

09.04.2000

Das unwichtige vorweg:Sieger der Deutschen Team wurden Auken - von Arnim / Reps - Ludewig. Sie setzten sich im Finale knapp gegen Rohowsky - Schiesser / Balschun - Reimer durch.

Die Wochenaufgabe wurde erfolgreich gelöst. Alle haben irgendein System miteinander besprochen (oder zumindest was sie dafür halten), das Feuer ging die ganze Woche nicht aus, und dann haben die Bewohner auch noch sehr schöne Schachbretter gebastelt. Warum dieses ? Wenn heute abend der nächste das Haus verlässt, sind sie nur noch zu siebt. 4 können Bridge spielen, 2 dann ja Schach und der 7. ? Vielleicht eine Überarbeitung der Regeln. Wenn Zlatko, “The Brain”, im Haus bleibt, kann er ja versuchen, die Turnierbridgeregeln endlich mal in deutscher Sprache (ich wiederhole: i n . d e u t s c h e r . S p r a c h e ) veröffentlichen, auf dass endlich mehr Leute sie verstehen können. Und Zlatko ist ja schliesslich ein echter Mann aus dem Volke.

Einen Zwischenfall gab es am Freitag, als ein Hubschrauber versuchte, im Garten des Hauses zu landen. Er brachte unerlaubte Informationen mit, wurde dafür aber ohne schuldhaftes Zögern von Mitarbeitern des Senders wieder vertrieben.

Noch 2 Stunden, und wir wissen, wen es erwischt hat. “The Brain” Zlatko oder der kölsche Jeck Jürgen, einer von beiden muss gehen.

10.04.2000

“The Brain” ist draussen !!!

Zur Überraschung aller musste gestern Zlatko das Haus verlassen. 58 % stimmten für ihn, nur 42 % für Jürgen. Tausende von Fans standen vor dem Haus und jubelten ihrem Idol Zlatko zu. Es ist unglaublich: der Mann kann keine Konvention richtig anwenden, ist noch nichtmal Juniormaster und hat noch nie einen Kontrakt höher als 3 Karo gewinnen können. Aber er war eine echte Persönlichkeit, und wir werden ohne ihn in Zukunft viel weniger zu lachen haben. Nur er hielt Shakespeare für einen Dokumentarfilmer, betonte, dass er noch niemals hetero war (er steht nämlich nur auf Frauen) und er war der, wo immer auf korrekte Anwendung der deutschen Sprache drängte. Zlatko, wir werden dich vermissen !

Jürgen selber war konsterniert. Er hatte fest mit seinem Abschied gerechnet, nun muss er aber noch mindestens 2 weitere Wochen mit den anderen Bridge spielen. Und dabei hasst er dieses Spiel so sehr.

Die neue Wochenaufgabe: unsere Bridgespieler müssen sich als Artisten betätigen. Bälle balancieren, jonglieren, den Diabolo, auf Stelzen laufen, und viele weitere dieser Nettigkeiten. Wozu das gut sein soll ? Solange sie es schaffen, die Dinge in der Luft zu halten, haben die anderen Zeit, ein Speedballturnier zu spielen. Schaffen sie in der Zeit 14 Boards, dann gilt die Aufgabe als geschafft. Ich weiss jetzt nicht, worin die Bewohner weniger Vertrauen haben: in ihre artistischen Fähigkeiten, oder in ihre Möglichkeiten, 14 Boards innerhalb kürzester Zeit zu bewältigen. Jedenfalls haben sie nur 20 % ihres Wochenbudgets eingesetzt.

12.04.2000

Was ist los im Bridge-Brother-Haus ?

Es ist tatsächlich eingetroffen: Seit 2 Tagen wurde kein einziges Board mehr gespielt. Die 7 verbleibenden Bewohner können sich anscheinend überhaupt nicht einigen, wer mitspielen darf und wer nicht. Stattdessen werden munter die artistischen Übungen für die Wochenaufgabe trainiert. Besonders gut gefällt mir Alexander mit seinem Hula-Hoop-Reifen. Bislang sieht es danach aus, dass seine erreichbare Zeit nicht einmal dafür reicht, dass alle 4 Spieler unterdessen ihre Karten aufnehmen können. Jürgen vermisst “seinen” Zlatko. Er ist zwar kräftig auf der Suche nach einem neuen Partner, aber alle befürchten, dass er durch die Spielerei mit Zlatko so verdorben ist, dass man mit ihm nicht vernünftig reizen kann. Dafür wurde heute abend Uno gespielt. Ist auch mit 4 Farben und ganz schön vielen Karten, dafür muss man nicht so mitzählen wie bei Bridge und eine Reizung gibt es auch nicht.

Das Topereignis heute abend: “The Brain” trat bei Günther Jauch in “Stern TV” auf. Aber es war eine echte Enttäuschung. Kein einziges Mal hat er was vom Bridge erzählt, dabei wäre das die Chance gewesen, unser Spiel einem Millionenpublikum näherzubringen. Aber dafür wird sein Konterfei morgen die Titelseite des “Stern” zieren, und im Artikel soll er darüber berichten, wie er 1995 mal 3 SA erfüllt hat (nun ja, alle anderen haben 6 SA = oder 6 SA +1 gespielt, aber immerhin ist er nicht down gegangen). Ausserdem wird es eine Fortsetzungsserie geben “Reizen mit Zladdi - oder wie man den optimalen Endkontrakt geschickt vermeidet”. Freuen wir uns drauf, vielleicht können wir alle noch was lernen. Günther Jauch hat ihn eingeladen, in einem Jahr wiederzukommen. Er kann dann berichten, welchen Kontrakt er diesmal erfüllen konnte oder ob es ihm in einem Turnier gelungen ist, endlich mal über 45 % zu spielen.

Und was ist mit Manu ? Die Sprechchöre “Manu raus” am Sonntag haben sie doch ganz schön mitgenommen. Dabei war das gar nicht böse gemeint. Tausende von Bridgespielern sind ganz begeistert von ihren Abspielen und wollen sich mit ihr für das nächste Clubturnier verabreden. Und das geht ja schliesslich nur, wenn sie draussen ist.

15.04.2000

Ganz aktuell: Jona wird am Sonntag freiwillig das Bridge-Brother-Haus verlassen. Lang lang hat sie gekämpft bei ihrer Mission, die anderen Bewohner von Forum D zu überzeugen, nun gibt sie auf. Am Bridgetisch wird danach das Chaos herrschen, jeder spielt sein eigenes System, und keine 2 Leute das gleiche. Spannend ist die Frage, ob eine neuer Bewohner dazukommen wird. Im Gespräch sind einige unserer Turnierleiter (damit endlich mal wieder nach den Regeln gespielt wird), Bernd Bussek (damit kein weiterer Schindluder mit Obvious Shift betrieben wird) oder eine nichtbridgespielende attraktive Blondine (damit die Bewohner mal wieder auf andere Gedanken kommen).Alex und Kerstin haben Stress. Sie fragt ihn immer wieder, was aus ihrer Partnerschaft werden soll. Will sich mit ihm zu allen möglichen Turnieren verabreden, wenn sie erst mal wieder draussen sind. Will eine internationale Karriere mit ihm starten. Aber Alex weicht ihr aus. “Hmm Hmm” sind die einzigen Aussagen, die sie aus ihm rausbekommt. Ich denke mal, die Partnerschaft ist am Ende.

Am Sonntag ist wieder Nominierungstag. Jeder benennt 2 andere, die er gerne loswerden möchte. Mein Tipp ist, dass es diesmal Kerstin (weil sie immer so nervt) und John (weil er immer so ernst beim Spielen ist) treffen wird.

Ach, übrigens: Die Wochenaufgabe wurde nicht gelöst. Die artistischen Vorführungen waren eher misslungen, von den 14 Boards konnten nur 3 gespielt werden in der Zeit. Weil John aber noch ein schönes Kartenhaus aus 52 Karten gebaut hat, gab es 2 Flaschen Rotwein zum Trost.

Und wie geht es Sladdi ? Die ganze Woche tingelte er von einer Fernsehshow zur anderen. Und dabei hatte er doch seiner Mami versprochen, mit ihr 3 Wochen lang bei jedem Clubturnier in Nattheim anzutreten, wenn er erst mal wieder draussen sei. Und eine Schallplatte hat er auch aufgenommen:

“Ich bin nicht Häusler oder Engel

Bin nicht von Arnim oder Reps

Doch eins kannst du mir glauben

Ich verzocke jede Hand

Warum hab ich’s nur falsch gemacht

Warum kann ich nicht spielen

Hat mir es einfach keiner richtig beigebracht

Treff Coeur Pik

Ich verzocke hier wie blöde

Hey, ich bring es einfach nicht

Ich find dies Spiel so öde

Jedes Board ist eine Qual

Ob nun Bussek oder Fritsche

Die sind mir doch scheißegal

Denn ich verzocke hier wie blöde

Und ich bring es einfach nicht

Jetzt sitz ich hier und mein Kopf ist leer

Nichts ist mehr homogen

Hab die Schnauze voll von dieser Zockerei

Ich muss mich übergebn

Treff Coeur Pik

Ich verzocke hier wie blöde

Hey, ich bring es einfach nicht

Ich find dies Spiel so öde

18.04.2000

Ist Bridge doch nichts für Frauen ? Ich war ja eigentlich nie dieser Meinung, aber es ist doch auffällig, dass am Sonntag alle 3 Frauen nominiert wurden, das Haus zu verlassen. Alle 3 hatten gleich viele Stimmen. Gehen kann natürlich am nächsten Sonntag nur eine von Ihnen. Es kann natürlich auch einfach dafür sprechen, dass die Männer im Haus alle Chauvis sind. Egal wie, wenn sie weiter Bridge spielen wollen, eine Frau brauchen sie auf jeden Fall, da sie selber nur noch zu dritt sind.Wie vermutet, kam am Sonntag Ersatz für Jona ins Haus, und was für eine ! Ich glaube nicht, dass das Mädel Bridge spielt, aber ihre aufreizende Aufmachung spricht für gewisse andere Qualitäten (ich hoffe, niemand ist allzu sehr enttäuscht, dass sich keine meiner anderen Prophezeiungen für den neuen Mitbewohner erfüllt hat). Übrigens, ihr Name ist Sabrina.

Damit kann sich jetzt natürlich auch noch eine ganz andere Konstellation ergeben: Da die Frauen jetzt zu viert sind, lassen sie diese Woche einfach die Männer nicht mitspielen. Wenn am Sonntag dann eine der 3 nominierten gehen muss, wird es wieder spannend: 3 gegen 3, wer lässt dann wen mitspielen ?

22.04.2000

Ostern im Bridge-Brother-Haus !Also an Eiern gibt es dort keinen Mangel. 2000 Eier haben die Bewohner ausgeblasen, angemalt und hübsch dekoriert. Ich frage mich allerdings immer noch, was mit dem Inhalt der Eier geschehen ist. Ob wohl noch jemand Omelett mag, oder ob es ihnen aus den Ohren wieder rauskommt ?

Die Gruppe hat sich in 2 Dreier-Grüppchen aufgespaltet: Gruppe KAM (Konventionen aller Macharten) besteht aus Alex, Manu und Kerstin. Die Gruppe JSJ (Jeder Schuss jelingt) aus Jürgen, Sabrina und John. Die beiden Gruppen sitzen jetzt immer zu dritt an verschiedenen Tischen, und warten auf Andrea. Die wechselt hin und her, so dass wenigstens ab und zu eine kleine Partie Bridge zustandekommt. Ansonsten geht es aber rund: Sabrina mag nicht, dass Alexander und Kerstin zusammenspielen. Manu ist sauer, dass John sie nominiert hat und spielt nicht mehr mit ihm. Sabrina will den ganzen Tag mit Jürgen spielen, aber wir wissen ja, dass er gar kein Bridge mag. Dafür redet Sabrina immer noch den ganzen Tag ohne Punkt und ohne Komma. Zwischendurch singt sie sogar, dagegen waren sogar Zlatkos Abspiele eine echte Glanzleistung. Um ihn ist es jetzt übrigens wieder etwas ruhiger geworden, er war inzwischen Gast in jeder gängigen Talk-Show. Ab Dienstag gibt er im Schwäbischen Bridge-Kurse.

Morgen muss wieder eine raus. Nominiert sind Andrea, Manu und Kerstin, und alle 3 machen sich ernsthafte Sorgen. Meine Prognose ist Kerstin, und dann warten wir mal ab, ob Alexander anfängt, Sabrina anzubaggern.

23.04.2000

Manu und Kerstin sind draussen !Die Zuschauer haben sich für Manu entschieden. Aber letzte Nacht haben die beiden sich gegenseitig in die Hand versprochen, dass die andere mitgeht, wenn eine von beiden gewählt wird. Und Kerstin hat ihr Versprechen gehalten, auch wenn ihr der Abschied von Alex natürlich sehr schwerfiel. Naja, ich bin überzeugt, wir werden die beiden dann schon auf der nächsten Damenpaar zusammen wiedersehen.

Jürgen, Sabrina, Andrea und John sind zur Tagesordnung übergegangen und zocken schon wieder. Alex wandert ruhelos mit einer dicken Zigarre im Garten auf und ab. Vermutlich wird ihn niemand mehr mitspielen lassen, dabei liebt es das Spiel doch so. Wird er der nächste sein, der in 2 Wochen gehen muss ?

24.04.2000

10 Years after

(kopiert aus dem BB-Forum, geschrieben von Thilos)Alex: gealterter Playboy ohne feste Beziehung. Die Kneipen (sind jetzt 4!) gehen soweit ganz gut und die Alimente für die uneheliche Tochter von Gaby-oder-welcher-auch-immer kann er sich ganz gut leisten. Sieht seine Tochter einmal im Monat und geht dann mit ihr in den Zoo oder auf den Spielplatz

Manu: ist natürlich voll durchs Examen gerasselt und hat mit Pauken und Trompeten versagt. Ist längst von Douglas getrennt, trauert ihm aber nicht nach, da sie mittlerweile einen Rechtsanwalt geheiratet hat und mit ihren statistischen zwoeinhalb Kindern und dem Hund in einem schmucken Reihenhaus am Stadtrand von Hamburg wohnt.

Jürgen: hat halt nach dem zweiten Kind zähneknirschend seine Freundin geheiratet und arbeitet immer noch bei einem Automobilzulieferer. Ist ADAC-Mitglied und freut sich auf einmal Spanienurlaub im Jahr. Mit seinem Opel-Kadett-Kombi fährt er hin und wieder in seine Stammkneipe und trauert mit den Jungs alten Zeiten nach und heult in sein Pils.

Andrea: Hat sich bis zur Referatsleiterin in einem mittelständischen Unternehmen hochgearbeitet und betreibt dort knallhartes Outsourcing und ist für Rationalisierung zuständig. Ist imer noch solo und hält Kinder für Zeit- und Geldverschwendung. Fährt hin- und wieder mit Geschäftsfreunden auf einer Segelregatta mit.

John: Ist selbständiger Schreiner geworden und bewohnt ein restauriertes Fachwerkhäuschen irgendwo in der Provinz. Macht hin- und wieder eine Kunstausstellung und engagiert sich bei der örtlichen SPD, wo er der einzige Juso ist. Seine Frau ist Künstlerin (“Filmschaffende”) und über die beiden kinder nicht sonderlich glücklich

Kerstin: Hat einen Bankkaufmann geheiratet und bewohnt eine Doppelhaushälfte. Mit dem einzigen Kind nicht ganz ausgelastet, engagiert sie sich stark in der Frauenarbeit ihrer Gemeinde und ist auch ob ihrer Tätigkeit in der örtlichen Laienspielgruppe rundum recht beliebt. Hat ein Theaterabo und einen Ausweis für die hiesige Bibliothek.

Thomas: Glücklich mit einer Erzieherin verheiratet ist er tagsüber für eine Versicherung unterwegs und trinkt mit seinen Freunden auf der Veranda abends gerne einen “Süssgespritzen”. Ist ein patenter Papa seiner beiden Kinder und hilft auch schon mal im Haushalt. Er wählt seit Jahren “aus Prinzip” die CDU und hält an der VHS Computerkurse ab.

Jona: Nachdem Sie sich von ihrem gewalttätigen ersten Mann getrennt hat, hat sie Aslan kennengelernt. Aslan hat ihr ein Kind angehängt und ist dann in sein Heimatland entschwunden. Aus Kummer hat sich Jona einen Speckring angefuttert und lebt nun mit dem arbeitslosen Dieter K. in einem Wohnblock irgendwo in der Vorstadt. Sie ist fest davon überzeugt, daß sie ihn von seinem Alkoholproblem heilen kann…..

Zlatko: der Shootingstar war millionenschwer, bis ihn ein cleverer Anlageberater (“überlegen sie doch mal: Mosambik hat eine Inflationsrate von zweihundert Prozent, das heißt, in einem Jahr erreichen Sie für eine Mark 200! Ist das nicht eine Anlage für Sie?”) um sein halbes Vermögen gebracht hat - die andere Hälfte kassierte die Steuerfahndung, da Zlatko wohl ein paar “Nebeneinkünfte” vergessen hat, anzugeben. Wohnt wieder bei seiner Mutter, da geht’s ihm gut!

Sabrina: Die Rockerbraut hat sich in einen Dachdeckerkollegen verliebt und mit ihm eine Firma gegründet. Er deckt Dächer, sie macht das Büro. Sonntags fahren sie mit ihren Harleys immer auf’s Land. im Winter geht’s zur Skigaudi nach Südtirol. Sie hat’s ganz gut getroffen und ist mit jedem in Köln “per Du” - sogar mit den Polizisten……

Despina…..Despina…… wer war das gleich nochmal? Ist Filialleiterin in einem Schuhhaus und hilft abends in der Pizzeria nebenan aus. Ist ganz glücklich mit ihrem Mann in der 4-Zimmer-Eigentumswohnung.

Jana: Hat einen soliden Einzelhandelskaufmann geheiratet und engagiert sich in Ihrer Gemeinde im Kirchenchor. Sonntags gibt es leckeren Schmorbraten mit selbstgemachten Klössen, was meist etwas dauert, da ihr Mann und die 4 Kinder einen GROOOOOßEN Hunger haben. Ist nicht ganz glücklich mit ihrem Leben, aber auch nicht ganz unglücklich. Fragt sich, wie es Ihr Ex-Freund zum Nachrichtensprecher bei RTL2 bringen konnte (“da war dieses rothaarige [ Muuuh! ]..”)

27.04.2000

Haftbefehl gegen Sabrina !

Die Schlagzeile der Bild-Zeitung heute: Während Sabrina es sich im Bridge-Brother-Haus gut gehen lässt und die anderen Bewohner nervt, wird sie draussen per Haftbefehl gesucht. Es ist die Rede von unbezahlten Rechnungen oder so, aber wir wissen es natürlich besser: Sabrina hat beim letzten Bridgeturnier einen Protest gegen eine Turnierleiterentscheidung eingelegt. Trotz ihres sehr wortreichen Auftrittes vor dem Schiedsgericht wurde der Protest als frivol erkannt (was nichts mit ihrer immer recht leichten Bekleidung zu tun hat und auch nicht mit ihrer Oberweite) und das Geld einbehalten. Dies an sich ist ja noch nicht strafbar, aber im nachhinein stellte sich heraus, dass ihr Hundertmarkschein, mit dem sie die Protestgebühr bezahlt hatte, gar nicht echt war, sondern aus einem Monopoly-Spiel entstammte.

09.05.2000

Es ist viel passiert …

Für Kerstin, die das Haus freiwillig zusammen mit Manu verlassen hat, ist Verena neu dazugekommen. Sie kann bislang nur Mini-Bridge und besteht darauf, dass jeder seine Verteilung auf die kleinen Zettelchen schreibt. Die anderen sind nicht so begeistert, und Alex versucht den ganzen Tag, ihr “richtiges” Bridge beizubringen.

Die letzte Wochenaufgabe wurde nicht geschafft: Die Bewohner mussten den “Sommernachtstraum” von William Shakesbridge aufführen. Andrea war Puck, der kleine Geist, der immer die teuflischen Verteilungen herstellt. Alexander war Oberon, der Oberturnierleiter. Die anderen beiden Paare mussten Bridge spielen, und zwar mit gelegten Händen. Dabei sollte so oft wie möglich der Optimalkontrakt erreicht werden, was aber nie gelang. Jürgen kam überhaupt nicht mit dem Ausfüllen der Minibridge-Zettel klar, und damit er wenigstens etwas Spass hatte, bluffte er immer seine Verteilungen. Das brachte Verena aber völlig durcheinander. John spielte mit Sabrina, aber ihre knappe Toga lenkte ihn so sehr ab, dass er jeden Kontrakt verspielte. Ausserdem war es durch den Eselskopf auch nicht gerade einfacher für ihn.

Alex musste am Sonntag das Haus verlassen. Kerstin holte ihn vor der Tür ab, und fuhr direkt mit ihm zum nächsten Clubturnier. Sie wurden allerdings nach 3 Runden rausgeschmissen, weil ihr hochkünstliches System weit jenseits aller im Club erlaubten Konventionen war.

Die neue Wochenaufgabe ist sehr kompliziert. Die Bewohner müssen blind Bridge spielen (was den meisten allerdings nicht besonders schwer fallen sollte). Vor Beginn der Reizung werden allen 4 Spielern die Augen verbunden, der 5. sagt die 52 Karten an (allerdings nicht, wer welche Karten hält). Daraufhin wird gereizt und blind ausgespielt. Jetzt werden allen die Binden abgenommen und es muss gespielt werden. Für jeden erfüllten Kontrakt gibt es 10 Mark in die Haushaltskasse. Ich bin zwar nicht besonders optimistisch, dass viel zusammenkommt. Auf der anderen Seite ist bei der Spielstärke der verbliebenen Bewohner die Qualität des erreichten Endkontraktes auch nicht unbedingt schlechter, als wenn jeder seine Karten während der Reizung gesehen hätte.

13.05.2000

Wochenaufgabe geschafft

Das sollte uns zu denken geben: all die Aufgaben, die die Bewohner diese Woche mit verbundenen Augen erfüllen sollten, haben sie problemlos geschafft. Die richtigen Kontrakte gereizt, die Pik-Dame gefunden, bis 13 gezählt. Sollte das der Geheimtip zu erfolgreichem Bridge sein ? Es gab nette Belohnungen: 20 Prozent mehr Wochenbudget, ein chinesischer Abend (mit Wok und Precision) und ein Friseur kam ins Haus. Ich habe mich allerdings immer noch nicht entschieden, ob seine Künste die Bewohner wirklich schöner gemacht haben.

Den Knaller wird es nächste Woche geben: Verona Feldbusch kommt für 3 Tage ins Bridge-Brother-Haus. Was wird sie dort tun ? Turnierel leiten, Unterricht geben, Bridge lernen, dem Dativ lernen oder ist sie einfach nur Dekoration ? Warten wir es ab, demnächst mehr darüber.

20.05.2000

Verona Feldbusch war im Haus

Das Highlight dieser Woche: Verona Feldbusch verbrachte 20 Stunden im Bridge-Brother-Haus (und übrigens, sie hat nicht geduscht). Sie wollte eigentlich eine ganze Woche bleiben, aber ihr Manager hatte es verboten. Er hatte wohl Angst, dass sie so viel Gefallen am Bridge findet, dass sie anschliessend nicht mehr genug Fernsehauftritte machen kann.

Nominiert für morgen sind Verena (wurde von allen ausser ihr selbst benannt), Jürgen und John. Ich gehe mal davon aus, dass es eine eindeutige Entscheidung gegen Verena geben wird. Das Mädel ist einfach zu farblos (was jetzt nicht bedeuten soll, dass sie Sans-Kontrakte besonder gut abspielen kann).

27.05.2000

Verena ist draussen

Wie erwartet, wurde am letzten Sonntag Verena rausgewählt. Seit einer Woche sind die Bewohner also zu viert, was das Bridgespielen natürlich ungemein vereinfacht. Sabrina spielt mit Jürgen (wobei sie nichts dagegen hätte, wenn ihre Spiele über Bridge hinaus gingen, er aber irgendwie nicht so richtig anbeisst) und Andrea spielt mit John. Man merkt aber doch, dass alle schon etwas müde sind. Über 80 Tage Dauerbridge, immer mit den gleichen Leuten. Da ist jede internationale Meisterschaft über 2 Wochen ja ein echter Spaziergang dagegen. Es wird auch schon längst nicht mehr aufgeschrieben, verlorene Kontrakte nicht mehr diskutiert, gewonnene Schlemms nicht mehr bejubelt. Keiner hat mehr so richtig Spass, alle warten nur noch, dass es endlich vorbei ist und sie das Haus verlassen dürfen. Ich kann mir auch kaum vorstellen, dass wir irgendeinen der 4 auf einem der nächsten offenen Turniere zu Gesicht bekommen.

29.05.2000

Die aktuelle Nominierung

Der Sonntag war spannend. Die Bewohner hatten verabredet, dass die Jungs die Mädels nominieren und umgekehrt. Damit hätte jeder 2 Stimmen gehabt und alle 4 wären nominiert gewesen. Im letzten Moment hat Sabrina es aber entgegen der Absprache nicht übers Herz gebracht, “ihren” Jürgen zu nominieren und wählte stattdessen Andrea. Damit stehen Andrea mit 3 Stimmen, John und Sabrina mit jeweils 2 Stimmen zur Wahl bereit. Jürgen darf damit auf jeden Fall bis zum Ende im Haus bleiben. Am 04.06. muss also einer der 3 das Haus verlassen (ich tippe auf Sabrina, das Publikum wird ihr den Treubruch bestimmt übelnehmen). Die restlichen 3 bleiben dann noch eine Woche im Haus (und da es für Bridge dann nicht mehr reicht, kann Jürgen die anderen vielleicht endlich zum Skat überreden). Am 09.06. wird dann vom Publikum der Sieger gewählt, der ausser 600 Masterpunkten auch noch DM 250.000,00 erhalten wird.

04.06.2000

.. da warens nur noch 3 …

Heute musste Sabrina das Bridge-Brother-Haus verlassen. 60% der Zuschauer wählten sie, jeweils 20 % Andrea und John. Was machen die Bewohner jetzt die letzte Woche ? Zum Bridgen fehlt ja nun einer. Obwohl, ich habe das Gerücht gehört, dass ein Mitglied unserer aktuellen Nationalmannschaft für eine Woche ins Haus gehen soll, damit die bewohner sich nicht zu sehr langweilen. Wer könnte es sein ? Der Rops ? Er könnte den Bewohnern ja mal beibringen, wie man in Precision richtig reizt, schliesslich ist er bekannt dafür, niemals auch nur eine einzige Sequenz zu vergessen. Allerdings weiss ich nicht, wie er eine ganze Woche ohne Fernsehen auskommen soll. Vor der Kamera ist ja nicht das gleiche wie vor der Mattscheibe (obwohl er bestimmt sehr kamerogen wäre). Oder sollte es D.S. aus W. sein ? Er könnte den Bewohnern dann mal die ganzen neumodischen Sachen in der Reizung wieder austreiben. Fuss oder Ralph ist eher unwahrscheinlich, da müsste RTL2 schon massiv die Biervorräte aufstocken, um die beiden locken zu können. Bernie war noch nie so heiss auf das Licht der Öffentlichkeit, bliebe nur noch R. M. aus B. übrig. Auch er könnte den Bewohnern sicher noch eine ganze Menge beibringen, aber nachdem ich ja schon nie auf ihn höre, ob Jürgen, Andrea oder John das dann täten ? Lassen wir uns mal überraschen …

13.06.2000

John hat gewonnen !

Sieger nach 100 Tagen wurde John, der arbeitslose Zimmermann aus Berlin. Über die 600 Masterpunkte kann er sich sicher mehr freuen als über die 250.000 DM, denn von denen möchte der Finanzminister ein gut Teil abhaben.

Die Berichterstattung aus dem Bridge-Brother-Haus endet hier. Ich selber fand es nur am Anfang wirklich aufregend, am Ende wurde das Zuschauen doch recht langweilig. Hat bestimmt auch was mit der Qualität des gebotenen Bridge zu tun, nächstes Mal sollten wir doch stärkere Spieler hinschicken. Im September beginnt die nächste Staffel, und die Bewerbungsphase läuft bereits. Es wird bestimmt nicht mehr soviel Aufsehen in der Öffentlichkeit erregen, der geduldige Fernsehzuschauer gewöhnt sich ja an fast alles. Es war ein interessantes Experiment, aber mehr nicht. Die Welt wurde dadurch nicht verändert, und auch unsere Nationalmannschaften müssen nicht kurzfristig umgestellt werden. Despina und Thomas, Jana und Jona, Manu und Kerstin, Alexander und Verena, Jürgen und Zlatko, Sabrina und Andrea und John, ihr wart interessant, aber nicht wirklich gut. Ich habe manchmal gelacht, aber mich nicht wirklich amüsiert. Ausser natürlich über die Abspiele von Zlatko, das war eine echte Berreicherung.

Allen geduldigen Lesern ein herzliches Dankeschön. Ich hoffe, ich konnte manchmal unterhalten. Am Ende wurde es bestimmt dünner, aber die Sendung hatte irgendwann etwas den Reiz für mich verloren.

Ciao, machts gut.